Stiftung Blind-Liecht:

die einleuchtende Idee dahinter.

Die gemeinnützige Stiftung Blind-Liecht fördert den Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen Sehenden und Nichtsehenden. Dazu entwickelt und unterstützt sie Projekte, die Arbeitsplätze für blinde und sehbehinderte Menschen schaffen. Die Stiftung Blind-Liecht ist für diese Bevölkerungsgruppe eine der bedeutendsten Arbeitgeberinnen in der Schweiz.

Das wichtigste Projekt, welches aus der Stiftung hervorging, ist das beliebte Dunkelrestaurant blindekuh mit Standorten in Zürich und Basel. Für dieses wegweisende Konzept wurde die Stiftung mehrfach weltweit ausgezeichnet.

Jahresberichte

Geschichte

Die Geschichte des weltweit ersten Dunkelrestaurants

An der Ausstellung "Dialog im Dunkeln", die vom Februar bis April 1998 im Museum für Gestaltung in Zürich gezeigt wurde, lernten sich der blinde Pfarrer Jürg Spielmann und der sehbehinderte Psychologe Stephan Zappa, die beide als Führer in der Ausstellung tätig waren, kennen. Sie beschlossen, ein Projekt, das die Dunkelheit zum Thema hatte, für die Expo'01 einzureichen und parallel dazu ein Dunkelrestaurant in Zürich zu projektieren. Sie verfassten ein Projektpapier und gründeten zusammen mit der blinden Sozialarbeiterin Andrea Blaser und dem blinden Sänger Thomas Moser, die ebenfalls als Führer in der Ausstellung tätig waren, im Dezember 1998 die gemeinnützige Stiftung "Blind-Liecht". Die Stiftung wurde von der Steuer befreit und ermöglichte somit, zweckgebunden Geld für die Projekte zu sammeln. Nach einer intensiven Planungsphase eröffneten die vier Initianten im September 1999 das weltweit erste Dunkelrestaurant, die "blindekuh" Zürich in einer ehemaligen Methodistenkapelle. Im März 2002 wurde die Ausstellung "Blindekuh, die Expo im Dunkeln" auf der Arteplage in Murten eröffnet, deren Rechte sich im Besitz der Stiftung "Blind-Liecht" befinden. Autoren waren neben Jürg Spielmann und Stefan Zappa auch der später der Stiftung beigetretene blinde Arzt Jürg Flück.

Das Konzept "blindekuh" wurde bereits mehrfach erfolgreich kopiert. Nach der Eröffnung des weltweit ersten Dunkelrestaurants, der blindekuh Zürich, im September 1999 folgten im April 2001 die "Unsicht-Bar" in Köln und im Juni 2002 das "Nocti Vagus" in Berlin. Im September 2002 öffnete die "Unsicht-Bar" in Berlin, im September 2004 folgte dann das "Dans le Noir" in Paris, gefolgt vom "Taste of Darkness" im Dialogmuseum in Frankfurt, und das "Dans le Noir" in London. Im Februar 2005 öffnete die blindekuh in Basel und im September 2006 wurden die "Unsicht-Bar" in Hamburg und im November 2006 das "Dans le Noir" in Moskau eröffnet. Inzwischen hat sich das Konzept auch ausserhalb Europas durchgesetzt, und laufend erhält die "blindekuh" aus allen Teilen der Welt Anfragen zur Unterstützung bei der Umsetzung entsprechender Projekte.

Mit der BarLounge "sicht-bar" und einem Eventraum, welche sich auf dem – in eine ehemalige Industriehalle eingebauten – Dunkelrestaurant "blindekuh" Basel befinden, wurde das Konzept im Januar 2010 erweitert. Die beiden Räume sind nicht verdunkelt und ergänzen so das Dunkelrestaurant ideal. Grund dieser Neuausrichtung war der Zweck der Stiftung Blind-Liecht, nämlich die Förderung des Dialogs zwischen sehenden und blinden Menschen, der mit dem Wechsel zwischen Dunkel und Hell erreicht wird.

Die Stiftung "Blind-Liecht" wurde für ihr Konzept "blindekuh" etliche Male ausgezeichnet, so u.a. mit den Sozial- und Kulturpreis der Zürcher Frauenverein Unternehmungen ZFV, mit dem Lilienberg Unternehmerpreis im Bereich Institutions-Preis, mit dem Social Innovations Award des Institute for Social Innovations, London, sowie dem "Swiss Social Entrepreneur 2007" der Hilde und Klaus Schwab Stiftung, der an den Präsidenten der Stiftung "Blind-Liecht", Stefan Zappa, vergeben wurde.

Die Unternehmen blindekuh sind selbstragend, d.h. sie werden nicht staatlich subventioniert. Das Konzept ist personalintensiv, weil einerseits die Abläufe im Dunkeln erschwerter sind und anderseits die Gäste einen höheren Informations- und Betreuungsbedarf aufweisen als in der konventionellen Gastronomie. Den Mitarbeitenden werden gute Arbeitsbedingungen und überdurchschnittliche Marktlöhne geboten. Auch die Kultur im Dunkeln und die hohe Präsenz unserer Mitarbeitenden für Medien, Schulen und Interessierte erhöhen die Aufwandseite des Konzeptes zusätzlich. Die Stiftung "Blind-LIecht" macht Einiges zur Förderung des Dialogs und des gegenseitigen Verständnisses zwischen Blinden und Sehenden in unserer Gesellschaft.

Stiftungsurkunde

Organigramm

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