Über die blindekuh:

Licht aus – Erlebnis an.

In der blindekuh starten Sie eine Reise in die erhellende Welt der Dunkelheit. In unseren Dunkelrestaurants und Kultureinrichtungen erleben Sie Gerüche, Geschmäcker, Geräusche und tausend und eine andere Empfindung in einem komplett neuen Licht.

Die Idee ist aber nicht einfach Unterhaltung, sondern die Welt der Nicht-Sehenden ins Blickfeld der Sehenden zu rücken.

Mitarbeitende Basel

blindekuh Basel beschäftigt blinde, sehbehinderte sowie sehende Mitarbeitende. Nachfolgend sind diese Personen nach Vornamen geordnet alphabethisch aufgeführt:

  • Alex Rekk, Bankett
  • Anicia Rérat, Service
  • Claudia Giering, Köchin
  • Claudia Schmidt, Bankett
  • Claudine Cazaux, Duty / Rezeption
  • Christina Fiechter, Bankett
  • Fernando Studer, Bankett
  • Janine Dähler, Bankett

 

  • Julia König, Service
  • Kathrine Rippstein, Rezeption
  • Laurin Näf, Bankett
  • Luca Ris, Stv. Betriebsleiter
  • Martin Zschippang, Küchenchef
  • Nishanthan, Ramalinga, Backoffice
  • Oktay Sahin, Service
  • Oliver Maridor, Service
  • Olivia Schudel, Rezeption
  • Patrick Zumsteg, Service
  • Raffael Keller, Bankett
  • Ralph Bucherer, Betriebsleiter
  • Ruth Eggerschwiler, Service
  • Sophie Glenzer, Bankett

Die Geschichte

vom kleinen Funken zum leuchtenden Vorbild.

An der Ausstellung "Dialog im Dunkeln“ 1998 im Museum für Gestaltung in Zürich, lernten sich der blinde Pfarrer Jürg Spielmann und der sehbehinderte Psychologe Stephan Zappa kennen. Beide waren als Führer in der Ausstellung tätig.

Nach regem Austausch beschlossen sie, für die Expo'01 ein Projekt einzureichen, das die Dunkelheit zum Thema machte und parallel dazu ein Dunkelrestaurant in Zürich zu projektieren. Sie verfassten daraufhin ein Projektpapier und gründeten zusammen mit der blinden Sozialarbeiterin Andrea Blaser und dem blinden Sänger Thomas Moser, die ebenfalls als Führer in der Ausstellung tätig waren, im Dezember 1998 die gemeinnützige Stiftung "Blind-Liecht".

Die Stiftung wurde von der Steuer befreit und ermöglichte somit, zweckgebunden Geld für die Projekte zu sammeln. Nach einer intensiven Planungsphase eröffneten die vier Initianten im September 1999 das weltweit erste Dunkelrestaurant, die "blindekuh" Zürich, in einer ehemaligen Methodistenkapelle.

Im März 2002 wurde die Ausstellung "Blindekuh, die Expo im Dunkeln" auf der Arteplage in Murten eröffnet, deren Rechte sich im Besitz der Stiftung "Blind-Liecht" befinden. Als Autoren zeichnen neben Jürg Spielmann und Stefan Zappa auch der später der Stiftung beigetretene blinde Arzt Jürg Flück.

Das Konzept "blindekuh" wurde seither bereits mehrfach erfolgreich kopiert. Nach der Eröffnung des weltweit ersten Dunkelrestaurants, der "blindekuh" Zürich im September 1999, folgten im April 2001 die "Unsicht-Bar" in Köln und im Juni 2002 das "Nocti Vagus" in Berlin. Im September 2002 öffnete die "Unsicht-Bar" in Berlin ihre Tore, im September 2004 das "Dans le Noir" in Paris, gefolgt vom "Taste of Darkness" im Dialogmuseum in Frankfurt und dem "Dans le Noir" in London. Im Februar 2005 öffnete die "blindekuh“ in Basel, im September 2006 wurde die "Unsicht-Bar" in Hamburg gegründet und im November 2006 das "Dans le Noir" in Moskau eröffnet. Inzwischen hat sich das Konzept auch ausserhalb Europas durchgesetzt und die "blindekuh" erhält aus allen Teilen der Welt Anfragen zur Unterstützung bei der Umsetzung entsprechender Projekte.

Mit der Halle 7, einem neuen Eventraum in einer Industriehalle in Basel wurde das Konzept “blindekuh“ im Januar 2010 erweitert. Die Halle 7 ist nicht verdunkelt und ergänzt das Dunkelrestaurant ideal. Der Grundsatz dieser Neuausrichtung ist die noch breitere Förderung des Dialogs zwischen sehenden und blinden Menschen.

Die Stiftung “Blind-Liecht“ wurde für ihr Konzept “blindekuh“ etliche Male ausgezeichnet. So unter anderem mit dem Sozial- und Kulturpreis der Unternehmungen ZFV des Zürcher Frauenvereins, dem Lilienberg Unternehmerpreis im Bereich Institutions-Preis, dem Social Innovations Award des Institute for Social Innovations, London, sowie dem Swiss Social Entrepreneur der Hilde und Klaus Schwab Stiftung, der an den Präsidenten der Stiftung “Blind-Liecht“, Stefan Zappa, ging.

Die Unternehmen blindekuh sind selbstragend – sie werden nicht staatlich subventioniert. Das Konzept ist personalintensiv, weil einerseits die Abläufe im Dunkeln erschwerter sind und anderseits die Gäste einen höheren Informations- und Betreuungsbedarf benötigen als in der konventionellen Gastronomie. Die Mitarbeitenden profitieren von guten Arbeitsbedingungen und überdurchschnittlichen Marktlöhnen. Auch die Kultur im Dunkeln und die hohe Präsenz unserer Mitarbeitenden für Medien, Schulen und Interessierte erhöhen die Aufwandseite zusätzlich. Die blindekuh ist deshalb auf Spenden angewiesen.

FAQ

  1. Hat es im Restaurant wirklich nicht einmal Kerzen auf dem Tisch?

    Ja, bei uns ist es tatsächlich stockdunkel – dunkler noch als in einer Kuh.
  2. Und die Toiletten? Hat es da auch kein Licht?

    Doch, auf den Toiletten, an der Rezeption und in der Küche hat es selbstverständlich Licht.
  3. Sind die meisten Gäste blind?

    Nein, unsere Gäste sind überwiegend sehend. Im blindekuh Team  jedoch sind etwa zwei Drittel der Mitarbeitenden sehbehindert oder blind.
  4. Und Ihr Koch – ist der auch blind?

    Nein, unsere Köche sind nicht blind oder sehbehindert.
  5. Wie schafft es das blinde Personal, sich im Dunkeln zu orientieren?

    Für ihre räumliche Orientierung nutzen blinde und sehbehinderte Menschen ihre Restsinne. Blinde und Sehbehinderte haben eine innere Vorstellung von einem Ort und nutzen diese ebenso zur Orientierung wie Sehende ihre Augen.
  6. Stimmt es, dass in der blindekuh Basel nicht geraucht wird?

    Seit dem 1. Mai 2010 sind alle Restaurants in Basel rauchfrei .
  7. Sind auch Kinder in der blindekuh willkommen?

    Selbstverständlich! Mit den Fingern essen ist da Ehrensache! Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass Kinder unter sieben Jahren im Dunkeln überfordert sein können.
  8. Und was kann man bei Ihnen essen?

    Unser kulinarisches Angebot wechselt wöchentlich. Es stehen verschiedene Vorspeisen, Hauptgänge mit Fleisch oder Vegetarisch und mehrere Desserts zur Auswahl – alles frei nach Gusto kombinierbar. Unser Angebot ist kreativ und saisongerecht; die Speisen werden täglich frisch zubereitet.
  9. Wie bezahlt man im Dunkeln?

    Am Anfang Ihres Besuches erhalten Sie an der Rezeption eine Karte mit einer Nummer, die Sie Ihrer Bedienung bekannt geben. So kann Ihre Bestellung direkt auf die elektronische Kasse an der Rezeption gebucht werden. Am Schluss Ihres Restaurantbesuches geben Sie Ihre Karte an der Rezeption ab und begleichen Ihre Rechnung, die Sie im Hellen kontrollieren können.
  10. Und wie finden wir die blindekuh Basel?

    Gehen Sie über die neue Passerelle des Bahnhof SBB – Ausgang Gundeldingen. Dann biegen Sie links die in die Güterstrasse und folgen dieser bis zum Tellplatz (ca. 10 Minuten) oder Sie nehmen das Tram Nr. 16 in Richtung Bruderholz bis zum Tellplatz (2 Stationen). Am Tellplatz biegen Sie nach rechts in die Bruderholzstrasse, folgen dieser bis zur nächsten Kreuzung. Dort sehen Sie linkerhand das Fabrikareal Gundeldingerfeld mit der blindekuh links aussen in der Halle 7.

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