Stiftung blindekuh:

die einleuchtende Idee dahinter.

Die seit 1998 unter dem Namen Stiftung Blind-Liecht bestehende gemeinnützige Stiftung, die sich seit 2016 in Anlehnung an ihre Betriebe Stiftung blindekuh nennt fördert den Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen Sehenden und Nichtsehenden. Dazu entwickelt und unterstützt sie Projekte, die Arbeitsplätze für blinde und sehbehinderte Menschen schaffen. Die Stiftung blindekuh ist für diese Bevölkerungsgruppe eine der bedeutendsten Arbeitgeberinnen in der Schweiz. 

Das wichtigste Projekt, welches aus der Stiftung hervorging, ist das beliebte Dunkelrestaurant blindekuh mit Standorten in Zürich und Basel. Für dieses wegweisende Konzept wurde die Stiftung mehrfach weltweit ausgezeichnet.

Jahresberichte

Geschichte

Die Geschichte des weltweit ersten Dunkelrestaurants

An der Ausstellung "Dialog im Dunkeln", die vom Februar bis April 1998 im Museum für Gestaltung in Zürich gezeigt wurde, lernten sich der blinde Pfarrer Jürg Spielmann und der sehbehinderte Psychologe Stephan Zappa, die beide als Führer in der Ausstellung tätig waren, kennen. Sie beschlossen, ein Projekt, das die Dunkelheit zum Thema hatte, für die Expo'01 einzureichen und parallel dazu ein Dunkelrestaurant in Zürich zu projektieren. Sie verfassten ein Projektpapier und gründeten zusammen mit der blinden Sozialarbeiterin Andrea Blaser und dem blinden Sänger Thomas Moser, die ebenfalls als Führer in der Ausstellung tätig waren, im Dezember 1998 die gemeinnützige Stiftung "Blind-Liecht". Zweck der Stiftung ist die Förderung des Dialogs zwischen sehenden und blinden Menschen und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Blinde und Sehbehinderte. Im März 2017 wurde der Name der Stiftung zur Vereinfachung der Kommunikation von "Blind-Liecht" auf Stiftung "blindekuh“ geändert.

Die von der Steuer befreite Stiftung ermöglichte das Beschaffen von zweckgebundenen Mitteln für die angestrebten Projekte. Nach einer intensiven Planungsphase eröffneten die vier Initianten im September 1999 das weltweit erste Dunkelrestaurant, die "blindekuh" Zürich in einer ehemaligen Methodistenkapelle.

 

Im März 2002 wurde die Ausstellung "Blindekuh, die Expo im Dunkeln" auf der Arteplage in Murten eröffnet, deren Rechte sich im Besitz der Stiftung befinden. Autoren waren neben Jürg Spielmann und Stefan Zappa auch der später der Stiftung beigetretene blinde Arzt Jürg Flück.

Das Konzept "blindekuh" wurde bereits mehrfach erfolgreich kopiert. Nach der Eröffnung des weltweit ersten Dunkelrestaurants, der blindekuh Zürich, im September 1999 folgten im April 2001 die "Unsicht-Bar" in Köln und im Juni 2002 das "Nocti Vagus" in Berlin. Im September 2002 öffnete die "Unsicht-Bar" in Berlin, im September 2004 folgte dann das "Dans le Noir" in Paris, gefolgt vom "Taste of Darkness" im Dialogmuseum in Frankfurt, und das "Dans le Noir" in London. Im Februar 2005 öffnete die blindekuh in Basel und im September 2006 wurden die "Unsicht-Bar" in Hamburg und im November 2006 das "Dans le Noir" in Moskau eröffnet.

Inzwischen hat sich das Konzept auch weltweit etabliert und 2011 wurde der Begriff „Dunkelrestaurant“ offiziell in den Duden aufgenommen.

Stiftungsurkunde

Organigramm

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