Über die blindekuh:

Licht aus – Erlebnis an.

In der blindekuh starten Sie eine Reise in die erhellende Welt der Dunkelheit. In unseren Dunkelrestaurants und Kultureinrichtungen erleben Sie Gerüche, Geschmäcker, Geräusche und tausend und eine andere Empfindung in einem komplett neuen Licht.

Die Idee ist aber nicht einfach Unterhaltung, sondern die Welt der Nicht-Sehenden ins Blickfeld der Sehenden zu rücken.

Mitarbeitende Zürich

Die blindekuh Zürich beschäftigt blinde, sehbehinderte sowie sehende Mitarbeitende. Nachfolgend sind diese Personen nach Vornamen geordnet alphabethisch aufgeführt:

  • Adrian Schaffner, Geschäftsführer
  • Amando Zanetti, Rezeption / Duty
  • Andrea Maja Burri, Service
  • Anja Haaga, Service
  • Attila Konietzka, Service
  • Christoph Schramm, Sous Chef
  • Cornelia Zumsteg, Service
  • Dirk Simon, Geschäftsführer Stv.
  • Elisabeth Sinstadt, Service
  • Fiona Helen von Burg, Rezeption / Duty
  • Janka Steiner, Service
  • Jean Baldo, Administration/Service
  • Karin Heimberg, Service
  • Laila Grillo, Service
  • Marc Fäh, Rezeption / Duty
  • Mathias Schuler, Service
  • Maurice Cosandier, Rezeption / Duty
  • Marco Marrandino, Servic
  • Nyree Nijboer, Rezeption / Duty / Admin.
  • Rita Graf, Service
  • Sabine Reist, Service
  • Sandro Wepfer, Rezeption / Duty
  • Sara Zollinger, Rezeption / Duty
  • Parthipan Sasikala, Küchenhilfe
  • Patrick Bätjer, Küchenhilfe
  • Tsering Bohetsang, Küchenhilfe

Die Geschichte

Die Geschichte des weltweit ersten Dunkelrestaurants

An der Ausstellung "Dialog im Dunkeln", die vom Februar bis April 1998 im Museum für Gestaltung in Zürich gezeigt wurde, lernten sich der blinde Pfarrer Jürg Spielmann und der sehbehinderte Psychologe Stephan Zappa, die beide als Führer in der Ausstellung tätig waren, kennen. Sie beschlossen, ein Projekt, das die Dunkelheit zum Thema hatte, für die Expo'01 einzureichen und parallel dazu ein Dunkelrestaurant in Zürich zu projektieren. Sie verfassten ein Projektpapier und gründeten zusammen mit der blinden Sozialarbeiterin Andrea Blaser und dem blinden Sänger Thomas Moser, die ebenfalls als Führer in der Ausstellung tätig waren, im Dezember 1998 die gemeinnützige Stiftung "Blind-Liecht". Zweck der Stiftung ist die Förderung des Dialogs zwischen sehenden und blinden Menschen und die Schaffung von Arbeitsplätzen für Blinde und Sehbehinderte. Im März 2017 wurde der Name der Stiftung zur Vereinfachung der Kommunikation von "Blind-Liecht" auf Stiftung "blindekuh“ geändert.

Die von der Steuer befreite Stiftung ermöglichte das Beschaffen von zweckgebundenen Mitteln für die angestrebten Projekte. Nach einer intensiven Planungsphase eröffneten die vier Initianten im September 1999 das weltweit erste Dunkelrestaurant, die "blindekuh" Zürich in einer ehemaligen Methodistenkapelle. Im März 2002 wurde die Ausstellung "Blindekuh, die Expo im Dunkeln" auf der Arteplage in Murten eröffnet, deren Rechte sich im Besitz der Stiftung befinden. Autoren waren neben Jürg Spielmann und Stefan Zappa auch der später der Stiftung beigetretene blinde Arzt Jürg Flück.

Das Konzept "blindekuh" wurde bereits mehrfach erfolgreich kopiert. Nach der Eröffnung des weltweit ersten Dunkelrestaurants, der blindekuh Zürich, im September 1999 folgten im April 2001 die "Unsicht-Bar" in Köln und im Juni 2002 das "Nocti Vagus" in Berlin. Im September 2002 öffnete die "Unsicht-Bar" in Berlin, im September 2004 folgte dann das "Dans le Noir" in Paris, gefolgt vom "Taste of Darkness" im Dialogmuseum in Frankfurt, und das "Dans le Noir" in London. Im Februar 2005 öffnete die blindekuh in Basel und im September 2006 wurden die "Unsicht-Bar" in Hamburg und im November 2006 das "Dans le Noir" in Moskau eröffnet.

Inzwischen hat sich das Konzept auch weltweit etabliert und 2011 wurde der Begriff „Dunkelrestaurant“ offiziell in den Duden aufgenommen.

FAQ

  1. Hat es im Restaurant wirklich nicht einmal Kerzen auf dem Tisch?

    Ja, bei uns ist es tatsächlich stockdunkel – dunkler noch als in einer Kuh.
  2. Und die Toiletten? Hat es da auch kein Licht?

    Doch, auf den Toiletten, an der Rezeption und in der Küche hat es selbstverständlich Licht.
  3. Sind die meisten Gäste blind?

    Nein, unsere Gäste sind überwiegend sehend. Im blindekuh Team  jedoch sind etwa zwei Drittel der Mitarbeitenden sehbehindert oder blind.
  4. Und Ihr Koch – ist der auch blind?

    Nein, unsere Köche sind nicht blind oder sehbehindert.
  5. Wie schafft es das blinde Personal, sich im Dunkeln zu orientieren?

    Für ihre räumliche Orientierung nutzen blinde und sehbehinderte Menschen ihre Restsinne. Blinde und Sehbehinderte haben eine innere Vorstellung von einem Ort und nutzen diese ebenso zur Orientierung wie Sehende ihre Augen.
  6. Stimmt es, dass in der blindekuh Zürich nicht geraucht wird?

    Seit dem 1. Mai  2010 sind alle Restaurants in Zürich rauchfrei .
  7. Sind auch Kinder in der blindekuh willkommen?

    Selbstverständlich! Mit den Fingern essen ist da Ehrensache! Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass Kinder unter sieben Jahren im Dunkeln überfordert sein können.
  8. Und was kann man bei Ihnen essen?

    Unser kulinarisches Angebot wechselt wöchentlich. Es stehen verschiedene Vorspeisen, Hauptgänge mit Fleisch oder Vegetarisch und mehrere Desserts zur Auswahl – alles frei nach Gusto kombinierbar. Unser Angebot ist kreativ und saisongerecht; die Speisen werden täglich frisch zubereitet.
  9. Wie bezahlt man im Dunkeln?

    Am Anfang Ihres Besuches erhalten Sie an der Rezeption eine Karte mit einer Nummer, die Sie Ihrer Bedienung bekannt geben. So kann Ihre Bestellung direkt auf die elektronische Kasse an der Rezeption gebucht werden. Am Schluss Ihres Restaurantbesuches geben Sie Ihre Karte an der Rezeption ab und begleichen Ihre Rechnung, die Sie im Hellen kontrollieren können.
  10. Und wie finden wir die blindekuh Zürich?

    Sie nehmen das Tram Nummer 2 oder 4 in Richtung Tiefenbrunnen. Bei der Haltestelle Höschgasse steigen Sie aus und gehen linkerhand die Höschgasse hinauf, bis Sie nach rund 200 Metern an eine Kreuzung gelangen. Dort finden Sie zu Ihrer Rechten die blindekuh, die sich in einer ehemaligen Kapelle mit bunten Jugendstil-Fenstern befindet.

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